Chillen gegen Arbeit am 2. Mai

Ab 18 Uhr im Kulturpark Wiesbaden (bei der Vogeltränke)

Unsere Gesellschaft ist vom Verkauf unserer Arbeitskraft abhängig. Anstatt dass wir technischen Fortschritt nutzen, um Arbeitszeit zu verkürzen, steht die Verwertungsmaschine niemals still. Anstatt dass wir die Drecksjobs loswerden, die keine*r will, müssen Menschen, die wegrationalisiert werden, um ihre Existenz fürchten. Weder neoliberale Hussle-Kultur noch sozialdemokratischer Arbeitsethos werden uns da rausbringen. Sondern nur die soziale Revolution.

Für eine staaten- und klassenlose Gesellschaft!

Es wird neben Kaltgetränken aus einem Planschbecken und arbeitsfeindlicher Musik aus der Dose, auch für alle Interessierten eine ausgedruckte Version des Manifests gegen Arbeit geben - zumindest solange der Vorrat reicht.
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Aufruf der Seebrücke Wiesbaden zur Mahnwache am 26.2.2022, 11:30 Uhr, Mauritiusplatz:

„Am 26.2.2022 versammeln wir uns, um an die Menschen in Afghanistan zu denken, die dort noch immer in Angst und Gefahr leben, auch wenn die deutschen Medien kaum noch darüber berichten. Wir wollen an die Menschen denken, die aus Afghanistan geflohen sind oder fliehen wollen. Es gibt keine sicheren Fluchtwege aus Afghanistan heraus in Sicherheit und die deutsche Regierung, neue wie alte, kümmert sich nicht um eine schnelle und verantwortungsvolle Rettung der Menschen, die sich in Afghanistan vor den Taliban verstecken müssen.
Mit unserer Mahnwache wollen wir zeigen, dass die Afghan:innen in Afghanistan nicht vergessen worden sind. Wir setzen uns für sichere Fluchtwege und eine schnelle Evakuierung gefährdeter Afghan:innen ein.
Wir versammeln uns um 11:30 Uhr am Mauritiusplatz. Es werden Reden von betroffenen Menschen gehört und wir möchten eine Schweigeminute abhalten.
Je mehr wir sind, desto deutlicher wird unsere Botschaft: Vergesst Afghanistan nicht, Don’t forget Afghanistan!“
#DontForgetAfghanistan
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In Gedenken der Opfer des rassistischen Anschlags von #Hanau am 19.02.2020:

Kaloyan Velkov
Fatih Saraçoğlu
Hamza Kurtović
Mercedes Kierpacz
Said Nesar Hashemi
Gökhan Gültekin
Ferhat Unvar
Sedat Gürbüz
Vili Viorel Păun

#saytheirnames #Hanauistüberall #Hanau1902 #KeinVergessen
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Heute, am 27. Januar, gedenken wir wie jedes Jahr an die Opfer der nationalsozialistischen Vefolgungs- und Vernichtungspolitik.

Die durch Adorno formuliert Forderung, "dass Auschwitz nicht noch einmal sei", hat indes nichts an ihrer Aktualität verloren. Bundesweit tragen derzeit fast täglich Corona-Leugner:innen gemeinsam mit Neonazis und Faschist:innen ihre antisemitischen Verschwörungsmythen, nicht selten auch gewaltvoll, auf die Straße. Gleichzeitig setzen sie sich selbst mit den Opfern des Nationalsozialismus gleich und relativieren regelmäßig die Shoah.

Umso mehr gilt es, überall dort energisch zu intervenieren, wo sich Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus bahnen bricht. Für einen konsequenten Antifaschismus, denn: Erinnern heißt kämpfen!

#WeRemember #NeverForget #KeinVergessen #ErinnernHeißtKämpfen
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Kommt morgen ab 8:30 Uhr zum hessischen Landtag, unterstützt die Kundgebung in #Wiesbaden anlässlich des Hanau-Untersuchungsausschusses und zeigt eure Solidarität mit den Angehörigen und Überlebenden! Mehr Infos bei der Initiative 19. Februar Hanau: ...

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Niemals vergessen!
09./10. November 1938

In der Nacht vom 9. November 1938 sowie vormittags am Tag darauf wurde die Wiesbadener Synagoge am Michelsberg durch SA-Leute mehrmals in Brand gesteckt.

Nachdem die ersten Brandstiftungen durch die Feuerwehr gelöscht werden konnten, zerhackte ein SA-Trupp am Morgen des 10. Novembers das Innere der Synagoge, schichtete die Trümmer auf und steckte diese erneut an. Diesmal brannte das gesamte Gebäude aus.

Gleichzeitig wurden in ganz Wiesbaden jüdische Geschäfte mit antisemitischen Parolen beschmiert, ihre Schaufenster eingeschlagen und das Mobiliar zerstört. Ein Schwerpunkt der Verwüstungen war die Webergasse.

Die Pogrome beschränkten sich jedoch nicht auf die Innenstadt. Auch in Biebrich, Bierstadt und Schierstein kam es zu gewaltvollen antisemitischen Angriffen. Die Schiersteiner Synagoge wurde ebenfalls in Brand gesteckt und zerstört, das Bethaus in Bierstadt demoliert.
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Wer sich näher mit den Novemberpogromen in Hessen sowie der Verfolgung von Jüdinnen:Juden in Wiesbaden beschäftigen möchte, findet u.a. hier witerführende Informationen:

Wolf-Arno Kropat: Kristallnacht in Hessen. Der Judenpogrom vom November 1938. Eine Dokumentation, Wiesbaden 1988

Lothar Bembenek und Alexander Ullrich: Widerstand und Verfolgung in Wiesbaden 1933-1945: eine Dokumentation, Gießen 1990

Zudem haben wir letztes Jahr digital unterstützte Stadtrundgänge samt Audiohilfe entwickelt, welche die Geschichte von Verfolgung, Vernichtung und Widerstand im nationasozialistischen Wiesbaden in den Fokus nehmen. Alles hierzu unter:

ki-wi.website/stadtrundgang/
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Heute vor zehn Jahren enttarnte sich der sog. Nationalsozialistische Untergrund (NSU) selbst. Zwischen 2000 und 2007 verübten drei Neonazis neun rassistisch motivierte Morde, einen Mord an einer Polizistin sowie 43 Mordversuche, drei Sprengstoffanschläge und 15 Raubüberfälle, unterstützt durch ein bundesweites Netzwerk.

Sicherheitsbehörden vermuteten über Jahre die Täter im Umfeld der Opfer. Sie kriminalisierten und drangsalierten die Angehörigen. Auch die mediale Berichterstattung zur Mordserie war durchzogen von rassistischen Zuschreibungen.

Es waren die Opferfamilien, die bereits Jahre vor der Selbstenttarnung Kritik an den Ermittlungen äußerten und gemeinsam Proteste organisierten. Nach Auffliegen des NSU waren sie es, denen umfassende Aufklärung versprochen wurde.

Eine solche Auflösung des NSU-Komplexes hat bis heute nicht stattgefunden: Das Unterstützungsnetzwerk blieb nahezu unberührt, Behörden verschleiern ihr Zutun, Akten wurden vernichtet oder sind weiterhin gesperrt.

Auch zehn Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU bleiben die Forderungen daher: Ein würdiges Gedenken allen Opfern, Auflösung des NSU-Komplexes, Aufklären und Einmischen!

Aus diesem Anlass wurden in den letzten Tagen hunderte Flyer in und um #Wiesbaden verteilt. Wir gedenken:

Enver Şimşek
Abdurrahim Özüdoğru
Süleyman Taşköprü
Habil Kılıç
Mehmet Turgut
İsmail Yaşar
Theodoros Boulgarides
Mehmet Kubaşık
Halit Yozgat
Michèle Kiesewetter

#KeinVergessen #KeinSchlussstrich
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Gestern, am 09. Oktober 2021 jährte sich der rechtsterroristische Anschlag von #Halle zum zweiten Mal. Aus diesem Anlass sind in #Wiesbaden Plakate aufgetaucht, die mit den Worten der Überlebenden auf die Kontinuität von Rassismus, Antisemitismus und rechter Gewalt hinweisen. Gegen jeden Antisemitismus, Rassismus tötet! ...

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Heute, 18 Uhr auf dem Dernschen Gelände #Wiesbaden: Kundgebung in Solidarität mit den Menschen in Afghanistan. #LuftbrueckeJetzt ...

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Auf den ausdrücklichen Wunsch der Verfasser:innen hin dokumentieren und veröffentlichen wir hier ein Statement, das uns per Mail erreichte:

ki-wi.website/blog/2021/08/20/dem-sabot-ist-nicht-mehr-zu-helfen/

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Wir haben uns als Gruppe viele Jahre im Dunstkreis des Sabot bewegt, engagiert, weiterentwickelt - und auch lange in den hier beschriebenen Dynamiken aufgerieben. Auch bei uns war die Erleichterung groß, als das Sabot „tot“ war. Ebenso groß war dann das Unbehagen, die Unsicherheit, und der Frust, als wir von den Bestrebungen einer „Auferstehung“ dieser Strukturen erfuhren.
Dies liegt unter anderem daran, dass uns schon seit längerem bewusst ist, dass das Sabot - mitsamt unserer eigenen Verstricktheit darin und unser teilweises Mittragen dieser destruktiven Dynamiken, aber auch unser Betroffensein - uns noch lange verfolgen würden. Wir sind deshalb seit einiger Zeit dabei, gemeinsam mit weiteren Betroffenen aufzuarbeiten, wie es dazu kommen konnte.

Wir können uns dem Statement deshalb nur in allen Punkten anschließen und hoffen, dass durch die öffentliche Thematisierung auch durch den Kulturverein Sabot und seine (ehemaligen) Mitglieder eine ernsthafte und dauerhafte Reflexion beginnt, die die Betroffenen hört und die Kritikpunkte ernstnimmt. Das ist schwer, und es wird nicht mit ein paar Gesprächen getan sein.
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