Gestern, am 09. Oktober 2021 jährte sich der rechtsterroristische Anschlag von #Halle zum zweiten Mal. Aus diesem Anlass sind in #Wiesbaden Plakate aufgetaucht, die mit den Worten der Überlebenden auf die Kontinuität von Rassismus, Antisemitismus und rechter Gewalt hinweisen. Gegen jeden Antisemitismus, Rassismus tötet! ...

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Heute, 18 Uhr auf dem Dernschen Gelände #Wiesbaden: Kundgebung in Solidarität mit den Menschen in Afghanistan. #LuftbrueckeJetzt ...

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Auf den ausdrücklichen Wunsch der Verfasser:innen hin dokumentieren und veröffentlichen wir hier ein Statement, das uns per Mail erreichte:

ki-wi.website/blog/2021/08/20/dem-sabot-ist-nicht-mehr-zu-helfen/

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Wir haben uns als Gruppe viele Jahre im Dunstkreis des Sabot bewegt, engagiert, weiterentwickelt - und auch lange in den hier beschriebenen Dynamiken aufgerieben. Auch bei uns war die Erleichterung groß, als das Sabot „tot“ war. Ebenso groß war dann das Unbehagen, die Unsicherheit, und der Frust, als wir von den Bestrebungen einer „Auferstehung“ dieser Strukturen erfuhren.
Dies liegt unter anderem daran, dass uns schon seit längerem bewusst ist, dass das Sabot - mitsamt unserer eigenen Verstricktheit darin und unser teilweises Mittragen dieser destruktiven Dynamiken, aber auch unser Betroffensein - uns noch lange verfolgen würden. Wir sind deshalb seit einiger Zeit dabei, gemeinsam mit weiteren Betroffenen aufzuarbeiten, wie es dazu kommen konnte.

Wir können uns dem Statement deshalb nur in allen Punkten anschließen und hoffen, dass durch die öffentliche Thematisierung auch durch den Kulturverein Sabot und seine (ehemaligen) Mitglieder eine ernsthafte und dauerhafte Reflexion beginnt, die die Betroffenen hört und die Kritikpunkte ernstnimmt. Das ist schwer, und es wird nicht mit ein paar Gesprächen getan sein.
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Am morgigen Donnerstag ruft die AfD Hessen zu einer Kundgebung in #Wiesbaden auf. Unter dem Motto „Aufmachen, Deutschland“ wollen sie ab 16 Uhr auf dem Dernschen Gelände gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren und fordern „Freiheit statt Lockdown“. Laut ihrem Ankündigungstext soll es vermeintlich darum gehen, wie die AfD die #Corona-Maßnahmen bewertet. Tatsächlich forciert die hessische AfD einen weiteren Anschluss an das politische Milieu, das bereits seit über einem Jahr nicht nur in Wiesbaden regelmäßig zu verschwörungsideologischen Kundgebungen zusammenkommt: Pandemie-Leugner:innen, Verschwörungsgläubige, Anhänger:innen der „Reichsbürgerbewegung“ und Neonazis.

Der Versuch, wahlpolitisches Kapital aus der aktuellen verschwörungsideologischen Mobilisierung zu schlagen, wird schon im Aufruf klar: Hier ist von einem „Putsch von oben“ die Rede, vom „propagandistischen Dauerfeuer der Medien und Regierung“. Dies fügt sich nahtlos ein in derzeit grassierende Verschwörungserzählungen der „Corona-Diktatur“ und „Lügenpresse“. Und ohnehin passt zwischen weiten Teilen der AfD sowie „#Querdenken“ & Co. Kaum ein Blatt. In der Vergangenheit sind Personen der hessischen AfD, auch aus dem Landesvorstand, immer wieder im Kontext von Aufzügen der Pandemie-Leugner:innen in Erscheinung getreten. So verteilten Dimitri Schulz und Heiko Scholz am 18.11.2020 bei einer Querdenken-Großdemo in Berlin Flyer [1]. Schulz und der Vorposten der „Identitären Bewegung“ im hessischen Landesvorstand Andreas Lichert waren auch schon bei Kundgebungen in Wiesbaden präsent [2]. Nicht zuletzt ist der Wiesbadener Schulz vor wenigen Wochen mit einem Facebook-Post aufgefallen, der mögliche Ungleichbehandlungen von Geimpften und Nicht-Geimpften mit der NS-Verfolgung von Jüdinnen und Juden verglich und so die Shoah relativierte [3].

Wie bereits bei den letzten Kundgebungen der Corona-Leugner:innen rufen auch wir für morgen Nachmittag dazu auf, der AfD-Kundgebung Paroli zu bieten. Ab 15:30 Uhr findet auf dem Marktplatz/Dernsches Gelände eine Gegenkundgebung, initiiert von unterschiedlichen Wiesbadener Gruppen, statt. Kommt vorbei und macht mit uns und vielen anderen klar: Kein Platz für Verschwörungsmythen!

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[1] twitter.com/KIWi_161/status/1329025464334249985
[2] rewiu.noblogs.org/post/2021/04/11/ohne-abstand-zu-verschworungsmythen-resumierender-ausblick/
[3] rewiu.noblogs.org/post/2021/03/11/es-reicht-uns-hintergrunde/
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Am kommende Samstag den 17.04. wollen sich erneut hunderte Corona-Leugner:innen in Wiesbaden treffen. Vor knapp einem Monat fand die letzte und bislang größte Kundgebung dieser Art in #Wiesbaden statt. Neben allerlei Verschwörungsgläubigen waren auch Anhänger:innen der sog. "Reichsbürgerbewegung", bekannte Gesichter der extrem rechten, regionalen Mobilisierungen, AfD-Landtagsabgeordnete und "Der III. Weg" anwesend. Mehr Infos zur vergangenen Kundgebung vom 13.03. und einen Ausblick findet Ihr bei unseren Freund:innen von rewiu - Recherchegruppe Wiesbaden und Umgebung: rewiu.noblogs.org/post/2021/04/11/ohne-abstand-zu-verschworungsmythen-resumierender-ausblick/

Was dem verschwörungsgläubigen Mob beim letzten Mal noch misslang, soll am Samstag durchgezogen werden: Eine Demonstration durch die Innenstadt bis zum Landtagsgebäude. Doch dagegen formiert sich Widerstand: Auf dem Dernschen Gelände ist ab 14 Uhr Gegenprotest angemeldet. Kommt rum, um deutlich zu machen: Auch in #Wiesbaden ist kein Platz für "Querdenken", "Corona Rebellen" oder wie auch immer sie sich nennen. Gegen Verschwörungsmythen, NS-Relativierungen und jeden Antisemitismus!

Natürlich achten wir aufeinander und deshalb heißt es auch: Solidarisch mit Maske und Abstand. Wir sehen uns Samstag!
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Hintergründe zur Kundgebung der Corona-Leugner:innen und Infos zum Gegenprotest am 13.03.2021

Kommenden Samstag wollen in #Wiesbaden zum wiederholten Mal Corona-Leugner:innen auftreten. Ihre Kundgebung ist dabei Teil eines bundesweiten Aktionstags. Angekündigt sind bekannte Gesichter der regionalen und überregionalen Szene und es wird breit mobilisiert. Unsere Freund:innen von rewiu - Recherchegruppe Wiesbaden und Umgebung haben einige Hintergründe zusammengetragen:

rewiu.noblogs.org/post/2021/03/11/es-reicht-uns-hintergrunde/

Wie auch schon bei den letzten Malen wird es Gegenprotest geben. Auch wir rufen dazu auf, ab 15:30 Uhr zu den Reisinger Anlagen zu kommen und klar zu machen: In Wiesbaden und auch über all sonst ist kein Platz für Verschwörungsmythen, Geschichtsrevisionismus und Antisemit:innen. Gegen jeden Antisemitismus!
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Heute vor 78 Jahren wurden 119 Sint:ize und Rom:nja von Wiesbaden aus in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Wir gedenken heute der Opfer des Porajmos.

Die Errichtung des "Mahnmals für die deportierten und ermordeten Wiesbadener Sinti und Roma" in der Bahnhofstraße, das an diese Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik erinnert, wurde erst am 21. Mai 1992 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Dem vorangegangen sind teils heftige politische Auseinandersetzungen. Denn Sint:ize und Rom:nja waren und sind noch immer massiver Stigmatisierung und Diskriminierung ausgesetzt. Und noch immer müssen sie um Anerkennung als NS-Opfergruppe kämpfen.

Weitere Informationen zur nationalsozialistischen Verfolgung der Sint:ize und Rom:nja, zum Mahnmal sowie zum Stadtrundgang "Verfolgung. Vernichtung. Widerstand.", in welchem das Mahnmal auch eine Station ist, finden sich auf www.ki-wi.website/stadtrundgang.
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