Am morgigen Donnerstag ruft die AfD Hessen zu einer Kundgebung in #Wiesbaden auf. Unter dem Motto „Aufmachen, Deutschland“ wollen sie ab 16 Uhr auf dem Dernschen Gelände gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren und fordern „Freiheit statt Lockdown“. Laut ihrem Ankündigungstext soll es vermeintlich darum gehen, wie die AfD die #Corona-Maßnahmen bewertet. Tatsächlich forciert die hessische AfD einen weiteren Anschluss an das politische Milieu, das bereits seit über einem Jahr nicht nur in Wiesbaden regelmäßig zu verschwörungsideologischen Kundgebungen zusammenkommt: Pandemie-Leugner:innen, Verschwörungsgläubige, Anhänger:innen der „Reichsbürgerbewegung“ und Neonazis.

Der Versuch, wahlpolitisches Kapital aus der aktuellen verschwörungsideologischen Mobilisierung zu schlagen, wird schon im Aufruf klar: Hier ist von einem „Putsch von oben“ die Rede, vom „propagandistischen Dauerfeuer der Medien und Regierung“. Dies fügt sich nahtlos ein in derzeit grassierende Verschwörungserzählungen der „Corona-Diktatur“ und „Lügenpresse“. Und ohnehin passt zwischen weiten Teilen der AfD sowie „#Querdenken“ & Co. Kaum ein Blatt. In der Vergangenheit sind Personen der hessischen AfD, auch aus dem Landesvorstand, immer wieder im Kontext von Aufzügen der Pandemie-Leugner:innen in Erscheinung getreten. So verteilten Dimitri Schulz und Heiko Scholz am 18.11.2020 bei einer Querdenken-Großdemo in Berlin Flyer [1]. Schulz und der Vorposten der „Identitären Bewegung“ im hessischen Landesvorstand Andreas Lichert waren auch schon bei Kundgebungen in Wiesbaden präsent [2]. Nicht zuletzt ist der Wiesbadener Schulz vor wenigen Wochen mit einem Facebook-Post aufgefallen, der mögliche Ungleichbehandlungen von Geimpften und Nicht-Geimpften mit der NS-Verfolgung von Jüdinnen und Juden verglich und so die Shoah relativierte [3].

Wie bereits bei den letzten Kundgebungen der Corona-Leugner:innen rufen auch wir für morgen Nachmittag dazu auf, der AfD-Kundgebung Paroli zu bieten. Ab 15:30 Uhr findet auf dem Marktplatz/Dernsches Gelände eine Gegenkundgebung, initiiert von unterschiedlichen Wiesbadener Gruppen, statt. Kommt vorbei und macht mit uns und vielen anderen klar: Kein Platz für Verschwörungsmythen!

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[1] twitter.com/KIWi_161/status/1329025464334249985
[2] rewiu.noblogs.org/post/2021/04/11/ohne-abstand-zu-verschworungsmythen-resumierender-ausblick/
[3] rewiu.noblogs.org/post/2021/03/11/es-reicht-uns-hintergrunde/
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Am kommende Samstag den 17.04. wollen sich erneut hunderte Corona-Leugner:innen in Wiesbaden treffen. Vor knapp einem Monat fand die letzte und bislang größte Kundgebung dieser Art in #Wiesbaden statt. Neben allerlei Verschwörungsgläubigen waren auch Anhänger:innen der sog. "Reichsbürgerbewegung", bekannte Gesichter der extrem rechten, regionalen Mobilisierungen, AfD-Landtagsabgeordnete und "Der III. Weg" anwesend. Mehr Infos zur vergangenen Kundgebung vom 13.03. und einen Ausblick findet Ihr bei unseren Freund:innen von rewiu - Recherchegruppe Wiesbaden und Umgebung: rewiu.noblogs.org/post/2021/04/11/ohne-abstand-zu-verschworungsmythen-resumierender-ausblick/

Was dem verschwörungsgläubigen Mob beim letzten Mal noch misslang, soll am Samstag durchgezogen werden: Eine Demonstration durch die Innenstadt bis zum Landtagsgebäude. Doch dagegen formiert sich Widerstand: Auf dem Dernschen Gelände ist ab 14 Uhr Gegenprotest angemeldet. Kommt rum, um deutlich zu machen: Auch in #Wiesbaden ist kein Platz für "Querdenken", "Corona Rebellen" oder wie auch immer sie sich nennen. Gegen Verschwörungsmythen, NS-Relativierungen und jeden Antisemitismus!

Natürlich achten wir aufeinander und deshalb heißt es auch: Solidarisch mit Maske und Abstand. Wir sehen uns Samstag!
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Hintergründe zur Kundgebung der Corona-Leugner:innen und Infos zum Gegenprotest am 13.03.2021

Kommenden Samstag wollen in #Wiesbaden zum wiederholten Mal Corona-Leugner:innen auftreten. Ihre Kundgebung ist dabei Teil eines bundesweiten Aktionstags. Angekündigt sind bekannte Gesichter der regionalen und überregionalen Szene und es wird breit mobilisiert. Unsere Freund:innen von rewiu - Recherchegruppe Wiesbaden und Umgebung haben einige Hintergründe zusammengetragen:

rewiu.noblogs.org/post/2021/03/11/es-reicht-uns-hintergrunde/

Wie auch schon bei den letzten Malen wird es Gegenprotest geben. Auch wir rufen dazu auf, ab 15:30 Uhr zu den Reisinger Anlagen zu kommen und klar zu machen: In Wiesbaden und auch über all sonst ist kein Platz für Verschwörungsmythen, Geschichtsrevisionismus und Antisemit:innen. Gegen jeden Antisemitismus!
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Heute vor 78 Jahren wurden 119 Sint:ize und Rom:nja von Wiesbaden aus in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Wir gedenken heute der Opfer des Porajmos.

Die Errichtung des "Mahnmals für die deportierten und ermordeten Wiesbadener Sinti und Roma" in der Bahnhofstraße, das an diese Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik erinnert, wurde erst am 21. Mai 1992 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Dem vorangegangen sind teils heftige politische Auseinandersetzungen. Denn Sint:ize und Rom:nja waren und sind noch immer massiver Stigmatisierung und Diskriminierung ausgesetzt. Und noch immer müssen sie um Anerkennung als NS-Opfergruppe kämpfen.

Weitere Informationen zur nationalsozialistischen Verfolgung der Sint:ize und Rom:nja, zum Mahnmal sowie zum Stadtrundgang "Verfolgung. Vernichtung. Widerstand.", in welchem das Mahnmal auch eine Station ist, finden sich auf www.ki-wi.website/stadtrundgang.
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Seit ein paar Wochen tauchen in der Innenstadt von #Wiesbaden immer wieder selbsternannte „Lebensschützer“ auf. Meist positionieren sie sich an der Ecke Michelsberg/Langgasse, unweit der Räumlichkeiten der Beratungsstelle Pro Familia. Wie in den letzten Jahren bereits in Frankfurt a.M. oder auch in anderen Städten suchen sie gezielt die Nähe zu einer Organisation, die Beratungen zum Thema Schwangerschaftsabbruch anbietet. So tragen sie nicht nur ihr reaktionäres Weltbild, das sich gegen die sexuelle und körperliche Selbstbestimmung von Frauen* richtet, auf die Straße; vielmehr versuchen sie gezielt, Rat- und Hilfesuchende einzuschüchtern und das Beratungsangebot zu stören. Bei Widerspruch gegen ihre menschenverachtende Position und Praxis wurden die „Lebensschützer“ auch schon handgreiflich. Haltet also die Augen offen und gebt gerne – per DM oder Mail – Bescheid, falls Ihr etwas beobachtet! Und achtet auf eventuelle Ankündigungen! #noFundis #mybodymychoice ...

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Anlässlich des rassistischen Anschlags in #Hanau heute vor einem Jahr wurden in #Wiesbaden zentrale Straßen in der Innenstadt umbenannt. In Gedenken der Opfer:

Ferhat Unvar
Hamza Kurtović
Said Nesar Hashemi
Vili Viorel Păun
Mercedes Kierpacz
Kaloyan Velkov
Fatih Saraçoğlu
Sedat Gürbüz
Gökhan Gültekin

Heute finden bundesweit und auch in #Wiesbaden Kundgebungen und Demos statt. Start ist am Dern'schen Gelände um 16 Uhr.

#SayTheirNames #KeinVergessen #KeinVergeben
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Ein Jahr nach dem rassistischen, rechtsterroristischen Anschlag in Hanau findet am 19.02.2021 eine Demonstration in #Wiesbaden statt. Beginn ist um 16 Uhr auf dem Dern'schen Gelände. Zur FB-Veranstaltung von Anarchistisches Kͣ͗o̭̣ͧl̠̹̑ͭlͨ̽͐̐ͅḛ͉̙̳ͥk̜̘̓͛t͆̋̀i̮̊vͯ Wiesbaden - AKW hier: www.facebook.com/events/2836091436633297

Wie auch die Überlebenden, Freund:innen und Familienangehörigen der Opfer fordern wir Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung und Konsequenzen. Viel zu wenig wurde bisher von offiziellen Stellen aufgearbeitet, Schlussfolgerungen und entsprechende Handlungen wurden aus dem Anschlag bis dato überhaupt nicht und wenn, dann mehr als unzureichend gezogen, während die Überlebenden, Angehörigen und Freund:innen nach wie vor mit ihrem Verlust und der Trauer kämpfen.

Ganz konkret läuft derzeit eine Petition, welche die Landesregierung Hessen dazu auffordert, einen Fond für die Opfer rechtsterroristischer Gewalttaten einzurichten. Diese findet ihr hier:
weact.campact.de/petitions/hessen-braucht-jetzt-einen-rechtsterrorismus-opferfonds-ein-jahr-nach-...

Morgen bereits wird um 14 Uhr auf der Website von Initiative 19. Februar Hanau ein Stream zu finden sein, in welchem die Angehörigen, Überlebenden und die Initiative die Ergebnisse ihrer Recherche offenlegen, die Kette des Versagens nachzeichnen und anklagen werden:
19feb-hanau.org/
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Heute, 19 Uhr auf dem Sedanplatz: Kundgebung anlässlich des Femizids in #Wiesbaden 👇 ...

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#Femizid in #Wiesbaden

Heute Morgen erschoss ein Mann in Wiesbaden seine Ex-Partnerin auf offener Straße und verletzte die Schwester der Frau schwer, bevor er sich selbst erschoss [*]. Während einige Medien von „Familiendrama“ reden und die Tat verharmlosen, versucht in Deutschland täglich ein Mann seine (Ex-)Partnerin zu töten.

Drei Frauen werden jede Woche in Deutschland durch ihren (Ex-)Partner ermordet. Es ist keine unausweichliche „Tragödie“, kein schlichtes „Drama“. Gewalt gegen Frauen* hat System, und dieses muss entschieden bekämpft werden. #SmashPatriarchy #KeineMehr

Weitere Infos zu Femiziden in Deutschland: www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/sonst_publikationen/201030_keinemehr_ONLINE_%C3%9CA.pdf

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[*] www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/zwei-tote-bei-gewalttat-in-wies...

Screenshot: Cover der Broschüre "KeineMehr - Femizide in Deutschland" der RLS
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