Seit ein paar Wochen tauchen in der Innenstadt von #Wiesbaden immer wieder selbsternannte „Lebensschützer“ auf. Meist positionieren sie sich an der Ecke Michelsberg/Langgasse, unweit der Räumlichkeiten der Beratungsstelle Pro Familia. Wie in den letzten Jahren bereits in Frankfurt a.M. oder auch in anderen Städten suchen sie gezielt die Nähe zu einer Organisation, die Beratungen zum Thema Schwangerschaftsabbruch anbietet. So tragen sie nicht nur ihr reaktionäres Weltbild, das sich gegen die sexuelle und körperliche Selbstbestimmung von Frauen* richtet, auf die Straße; vielmehr versuchen sie gezielt, Rat- und Hilfesuchende einzuschüchtern und das Beratungsangebot zu stören. Bei Widerspruch gegen ihre menschenverachtende Position und Praxis wurden die „Lebensschützer“ auch schon handgreiflich. Haltet also die Augen offen und gebt gerne – per DM oder Mail – Bescheid, falls Ihr etwas beobachtet! Und achtet auf eventuelle Ankündigungen! #noFundis #mybodymychoice ...

View on Facebook

Anlässlich des rassistischen Anschlags in #Hanau heute vor einem Jahr wurden in #Wiesbaden zentrale Straßen in der Innenstadt umbenannt. In Gedenken der Opfer:

Ferhat Unvar
Hamza Kurtović
Said Nesar Hashemi
Vili Viorel Păun
Mercedes Kierpacz
Kaloyan Velkov
Fatih Saraçoğlu
Sedat Gürbüz
Gökhan Gültekin

Heute finden bundesweit und auch in #Wiesbaden Kundgebungen und Demos statt. Start ist am Dern'schen Gelände um 16 Uhr.

#SayTheirNames #KeinVergessen #KeinVergeben
...

View on Facebook

Ein Jahr nach dem rassistischen, rechtsterroristischen Anschlag in Hanau findet am 19.02.2021 eine Demonstration in #Wiesbaden statt. Beginn ist um 16 Uhr auf dem Dern'schen Gelände. Zur FB-Veranstaltung von Anarchistisches Kͣ͗o̭̣ͧl̠̹̑ͭlͨ̽͐̐ͅḛ͉̙̳ͥk̜̘̓͛t͆̋̀i̮̊vͯ Wiesbaden - AKW hier: www.facebook.com/events/2836091436633297

Wie auch die Überlebenden, Freund:innen und Familienangehörigen der Opfer fordern wir Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung und Konsequenzen. Viel zu wenig wurde bisher von offiziellen Stellen aufgearbeitet, Schlussfolgerungen und entsprechende Handlungen wurden aus dem Anschlag bis dato überhaupt nicht und wenn, dann mehr als unzureichend gezogen, während die Überlebenden, Angehörigen und Freund:innen nach wie vor mit ihrem Verlust und der Trauer kämpfen.

Ganz konkret läuft derzeit eine Petition, welche die Landesregierung Hessen dazu auffordert, einen Fond für die Opfer rechtsterroristischer Gewalttaten einzurichten. Diese findet ihr hier:
weact.campact.de/petitions/hessen-braucht-jetzt-einen-rechtsterrorismus-opferfonds-ein-jahr-nach-...

Morgen bereits wird um 14 Uhr auf der Website von Initiative 19. Februar Hanau ein Stream zu finden sein, in welchem die Angehörigen, Überlebenden und die Initiative die Ergebnisse ihrer Recherche offenlegen, die Kette des Versagens nachzeichnen und anklagen werden:
19feb-hanau.org/
...

View on Facebook

Vor einem Jahr fand in Wiesbaden erstmalig eine offizielle Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Bombardierung durch die alliierten Streitkräfte statt [*]. In deren Kontext wurde die Stadtbevölkerung zum Opfer stilisiert und eingereiht in die unzähligen Opfer des deutschen Vernichtungskrieges. Wir sagen: Deutsche Täter:innen sind keine Opfer! Deshalb nehmen wir dieses Jahr das Datum zum Anlass und organisieren einen Livestream, u.a. mit einem Set von Tathandlung. Das ganze startet heute Abend um 20 Uhr. Ihr findet den Stream auf folgendem Twitch-Kanal: www.twitch.tv/kritische_intervention

-
[*] Unsere Kritik der Gedenkveranstaltung im letzten Jahr: ki-wi.website/blog/2020/02/02/taeter-opfer-umkehr-als-kulturprogramm/
...

View on Facebook

Heute, 19 Uhr auf dem Sedanplatz: Kundgebung anlässlich des Femizids in #Wiesbaden 👇 ...

View on Facebook

#Femizid in #Wiesbaden

Heute Morgen erschoss ein Mann in Wiesbaden seine Ex-Partnerin auf offener Straße und verletzte die Schwester der Frau schwer, bevor er sich selbst erschoss [*]. Während einige Medien von „Familiendrama“ reden und die Tat verharmlosen, versucht in Deutschland täglich ein Mann seine (Ex-)Partnerin zu töten.

Drei Frauen werden jede Woche in Deutschland durch ihren (Ex-)Partner ermordet. Es ist keine unausweichliche „Tragödie“, kein schlichtes „Drama“. Gewalt gegen Frauen* hat System, und dieses muss entschieden bekämpft werden. #SmashPatriarchy #KeineMehr

Weitere Infos zu Femiziden in Deutschland: www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/sonst_publikationen/201030_keinemehr_ONLINE_%C3%9CA.pdf

-
[*] www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/zwei-tote-bei-gewalttat-in-wies...

Screenshot: Cover der Broschüre "KeineMehr - Femizide in Deutschland" der RLS
...

View on Facebook

Letztes Jahr veranstaltete die Stadt anlässlich des Jahretages der Bombardierung Wiesbadens am 02. Februar eine „Gedenkfeier“ – allerdings nicht für die Opfer der deutschen Vernichtungs- und Kriegspolitik [*]. Stattdessen stilisierte sich die Wiesbadener Stadtbevölkerung selbst als Opfer. Die gleiche Stadtbevölkerung, welche nur wenige Jahre vor der Bombadierung die große Synagoge am Michelsberg im Zuge der Novemberpogrome anzündete, das Inventar zerhackte und dieses erneut anzündete und welche noch das KZ „Unter den Eichen“ betrieb, bis die verbliebenen Insassen am 23. März 1945 auf einen Todesmarsch geschickt wurden.

Wir haben das Mimimi satt und sagen: Deutsche Täter:innen sind keine Opfer! Und wie lässt sich das deutlicher sagen, als mit einer bomben Party. Deswegen haben wir zur Feier des Tages einen Livestream mit einem Set von Tathandlung für euch organisiert.

Oder um es mit Tathandlung zu sagen: „Wer Deutschland nicht liebt, hat Deutschland verstanden. Jemand sollte nach Wiesbaden fliegen, aber ohne zu landen.“

Wann: 02.02.2021
Start: 20 Uhr
Wo: Stream - Link wird hier zeitnah bekannt gegeben

-
[*] Zur letztjährigen Gedenkfeier hatten wir folgende Kritik verfasst: ki-wi.website/blog/2020/02/02/taeter-opfer-umkehr-als-kulturprogramm/
...

View on Facebook

Kleiner Reminder: Gerade findet sich in Wiesbaden ein offenes feministisches Treffen. Interessierte können sich unter oft-wiesbaden[at)posteo.de melden – nach anfänglichen Schwierigkeiten soll die Mailadresse jetzt auch funktionieren. Gemeinsam werde dann ein weiteres, der derzeitigen pandemischen Lage angemessenes Vorgehen abgesprochen, um sich zu vernetzen, auszutauschen und künftig aktiv zu werden. ...

View on Facebook

Aufgemerkt: Es haben sich in Wiesbaden ein paar Menschen zusammengefunden, die ein offenes feministisches Treffen organisieren!

Wer Lust hat, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinsam mit anderen aktiv zu werden, kann sich unter oft-wiesbaden[at)posteo.de melden. In Anbetracht der derzeitigen Corona-Umstände sollen dann gemeinsam ein Termin und sichere Möglichkeiten ausbaldowert werden.
...

View on Facebook

Heute vor 40 Jahren wurden der Rabbiner Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke in Erlangen durch ein rechtsterroristisches Attentat ermordet. Obwohl es hier schon sehr früh Hinweise gab, dass Personen aus dem Umfeld der Wehrsportgruppe Hoffmann mindestens involviert waren, hat die Polizei über Monate hinweg innerhalb der jüdischen Gemeinde ermittelt. Noch immer ist die Tat nicht vollständig aufgeklärt, weil der Verfassungsschutz die Akten sperrt.

Antisemitismus wie auch das staatliche "Versagen" bei der Aufklärung sind Kontinuitäten rechten Terrors in Deutschland. Dies zeigt sich auch mit Blick auf andere rechtsterroristische Anschläge des Jahres 1980. Wenngleich dieses Jahr einen "Höhepunkt" rechter Gewalt darstellt, ist es im kollektiven Gedächtnis nur wenig präsent. Umso wichtiger sind Initiativen wie "Mehr als 40 Jahre", die sich für Aufklärung und Gedenken einsetzen: 40jahre.nonazis.net/

Auf unserer Website findet Ihr auch unseren Redebeitrag vom 24.10.2020 anlässlich der Demonstration gegen rechte Strukturen in Polizei und Behörden in Wiesbaden zum Nachlesen. Er setzt sich gleichsam mit Antisemitismus als Kontinuität rechten Terrors auseinander: ki-wi.website/blog/2020/11/02/antisemitismus-kontinuitaet-rechten-terrors/
...

View on Facebook

Morgen will der lokale Ableger von "Querdenken" erneut in #Wiesbaden auf die Straße. Dieses Mal versuchen sie den Schulterschluss mit der Polizei und laden explizit Uniformierte zur ihrer Kundgebung ein. Als Gastredner ist Thomas Wüppesahl angekündigt. Die wechselhafte und zwielichtige Geschichte der Person Wüppesahl hat Momentmal Wiesbaden in einem Post skizziert: www.facebook.com/MomentmalWi/posts/1490653077800474

Wenngleich bereits in der Vergangenheit Sympathien von Polizeikräften für die "Querdenken-Bewegung" gezeigt wurden und (ehem.) Polizisten auch als Redner aufgetreten sind, so ist der Versuch des lokalen Ablegers klar erkennbar, eine angebliche Allianz mithilfe eines entlassenen Polizisten zu simulieren. Wie in der Vergangenheit ist zu erwarten, dass auch morgen erneut antisemitische Verschwörungsmythen einen prominenten Platz bei der Kundgebung finden werden. Dies soll nicht unkommentiert bleiben!

Ab 11:30 findet am Warmen Damm unterhalb des Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmals, zwischen dem Salzbachweiher und der Paulinenstraße eine Gegenkundgebung statt.

Einen Aufruf findet ihr hier: wiesbadengegenrechts.blackblogs.org/2020/12/04/wi0512-zur-kundgebung-am-5-12-2020-gegen-verschwoe...

Weitere Infos über Querdenken in Wiesbaden: rewiu.noblogs.org/post/2020/08/26/mehr-als-schief-gewickelt/Erst galt er nur als schrulliger Streithansl, der Prozesse sammelte wie andere Leute Briefmarken. Dann wurde er wegen versuchten Raubmords rechtskräftig zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt und aus dem Polizeidienst entlassen. Wenige Häftlinge mussten so oft die Justizvollzugsanstalt wechseln wie er. Früher, in den 80er Jahren, gründete er die "Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizisten", dessen Vorsitzender und mittlerweile vermutlich einziges Mitglied er noch ist. In seinen besseren Zeiten war der damals anerkannte Wirtschaftskriminalist auch mal MdB bei den GRÜNEN. Die ertrugen ihn allerdings nur kurze Zeit. So war er bald fraktionslos und stellte einen Rekord als Abgeordneter mit den meisten Zwischenrufen auf.
Nun hat er nach langer Zeit wieder ein Podium gefunden: Quer"denker", die so Leute wie ihn feiern, am Samstag beispielsweise in Wiesbaden.
Infam: dass auf dem Plakat suggeriert wird, Polizei und Polizisten unterstützten den Aufruf. Infam, dass suggeriert wird, bei Wüppesahl handle es sich um einen aktiven Polizisten. Wir gehen fest davon aus, dass sich LKA, BKA und Polizeischule davon distanzieren.
"WIR WOLLEN REDEN!!!!" heißt es auf dem Plakat, und wie üblich haben sie ihren Ausstoß an Großbuchstaben und Ausrufezeichen nicht im Griff.
Nein. Wir wollen euren postfaktischen Unsinn aber gar nicht hören. Denn wir müssen nicht jeden gefährlichen Nonsens als Beitrag im gesellschaftlichen Diskurs akzeptieren.
...

View on Facebook