1.) Einleitung: Kontext Al Quds und FfM
Die Wiesbadener Strukturen und Personen, um die es im Folgenden geht, sind zwar nicht direkt am Al-Quds-Marsch beteiligt, oder direkt in die Frankfurter Strukturen eingebunden, welche den hiesigen Al-Quds-Marsch organisieren — das mag u.a. daran liegen, dass es sich bei letzteren um ein anderes Unter-Netzwerk innerhalb des Dachverbands, der ‘Islamischen Gemeinschaft der Schiitischen Gemeinden Deutschlands’ — kurz: IGS, handelt, nämlich die türkischssprachige Community der schiitischen Ehlybeit-Gemeinden1. Aber: Die Wiesbadener Strukturen sind ebenfalls organisiert im IGS-Dachverband und
sowohl in der Rhein-Main-Region als auch überregional und international — insbesondere in die Islamische Republik Iran — bestens vernetzt. Im Folgenden werden wir einige dieser Verbindungen entlang der Umtriebe des Deutsch-Iraners Dawood Nazirizadeh darstellen, der jahrelang eine Schlüsselfigur dieser Netzwerke in Wiesbaden war und zwischen deutscher Sozialdemokratie, vermeintlicher ‘Flüchtlingshilfe’, IGS-Strukturen und Iran-fokussiertem Wirtschafts-Lobbyismus vermittelt2. Hierbei beziehen wir uns maßgeblich auf die Recherchen von Kazem Moussavi.

2.) Dawood Nazirizadehs Verbindungen zum ‘Islamischen Zentrum Hamburg’ (IZH) und
die halbherzigen Distanzierungsversuche vom Al-Quds-Tag und Antisemitismus:

Denn Dawood Nazirizadeh ist nicht nur als Unternehmensberater tätig, der explizit deutsche Investitionen in Iran zum Ziel hat. Er ist auch Mitglied der SPD, war in der parteinahen Friedrich-Ebert-Stiftung aktiv, und war zum Beispiel auch lange im breit aufgestellten ‘Wiesbadener Bündnis für Vielfalt und Demokratie’ unterwegs.

Auf den ersten Blick könnte er vermeintlich als jemand erscheinen, der sich für Integration, für Geflüchtete, gegen Rassismus — und auch gegen ‘Salafismus’ — engagiert; schaut man genauer hin, wird dieses Bild jedoch schnell brüchig bzw. offenbart, dass dahinter eine perfide Strategie steckt.

In wie vielen unterschiedlichen Netzwerken Nazirizadeh dabei umtriebig ist, zeigen auch seine vielfältigen Positionen laut Vereins- und Unternehmensregistern3: Er ist unter anderem, um nur eine Auswahl zu nennen, Vorstandsmitglied der „Wiesbadener Akademie für Integration e.V.“, des “Verbands muslimischer Flüchtlingshilfe e.V. Köln”, sowie des “Vereins zur Förderung sozialer Kompetenzen in Entwicklungsländer e. V.” [sic]. Dieser Verein hat seinen Vereinssitz in Wiesbaden und außer Nazirizadeh nur ein weiteres Vorstandsmitglied mit Wohnsitz in der Islamischen Republik Iran. Nazirizadeh war außerdem von 2017 bis 2022 offizielle ‘Kontaktstelle der rheinland-pfälzischen Wirtschaft in Iran’ und ist Vorsitzender des ganz frisch 2025 gegründeten ‘Deutsch-Emiratischen Wirtschaftsclubs e.V.’ mit Sitz in Duisburg.

Daneben war er auch im IGS-Dachverband und der dazugehörigen Wiesbadener Gemeinde äußerst aktiv: Von 2011 bis 2019 war Nazirizadeh Vorsitzender des „Islamischen Kulturvereins Imam Hossein e. V.“ in Wiesbaden, welcher bis heute als Trägerverein der Imam Hossein Moschee in Wiesbaden fungiert, die Mitglied im Dachverband IGS ist4. Zeitweise war er sogar Vorstandsmitglied der IGS5.

Nazirizadeh ist zudem seit der Gründung bis heute Vorsitzender der „Wiesbadener Akademie für Integration e. V.“. Diese wurde 2012 laut Kazem Moussavi, einem wichtigen im Exil lebenden Kritiker des iranischen Mullah-Regimes, 2012 vom IGS initiiert und arbeitet eng mit der Imam Hossein Moschee zusammen. Die Einrichtungen teilten sich bis 2018 sogar eine Adresse in Wiesbaden.

Sie organisierten zum Beispiel gemeinsam Deutschkurse für Farsi sprechende Geflüchtete6. Dieses vermeintliche Engagement für Geflüchtete und Integration hat einen besonders bedrohlichen Beigeschmack, wenn man sich die iranischen Geheimdienstaktivitäten in Deutschland vor Augen führt: regimekritische Exil-Iraner:innen berichten immer wieder von Einschüchterungen. Selbst laut Verfassungsschutz und Bundesregierung zielen diese Geheimdienstaktivitäten in Deutschland auf die Bedrohung iranisch stämmiger Regimekritiker:innen ab, bis hin zur Denunziation in und Auslieferung an die Islamische Republik Iran7. Es ist also eine auf doppelte Weise perfide und widerwärtige Strategie, die
der maßgeblich von regime-nahen Iraner:innen beeinflusste IGS-Dachverband fährt: Wenn Menschen aus Iran nach Deutschland fliehen und dann an den falschen Deutschkurs geraten, ist nicht auszuschließen, dass auch hierüber Kritiker:innen des Mullah-Regimes ausgemacht und bespitzelt weden; gleichzeitig können unter dem Deckmantel der ‘Flüchtlingshilfe’ sowie der ‘Jugendarbeit’ die iranische Einflussnahme und die islamistische Radikalisierung, also der von Chomenei ausgerufene ‘Export der islamischen ‘Revolution’, vorangetrieben werden. Und nicht zuletzt ermöglicht das Image des IGS-Dachverbands als
‘Integrationskraft’ das zahlreiche Abgreifen von öffentlichen Fördergeldern.

Diese strategisch klugen institutionellen Verbindungen beschränken sich in Wiesbaden natürlich nicht nur auf Nazirizadeh. Auch weitere personelle Überschneidungen der genannten Vereine fallen auf: So war Mansour Kianfar ebenfalls bei beiden Vereinen seit der Gründung als „Generalsekretär“ im Vorstand. Auch er hat diesen Posten bei der ‚Wiesbadener Akademie für Integration‘ bis heute inne – deutlich später als Nazirizadeh hatte er allerdings erst 2023 seinen Posten beim ‚Islamischen Kulturverein Imam Hossein‘
abgegeben8.

Die ‘Wiesbadener Akademie für Integration’ war bis vor einigen Jahren in der Wiesbadener Lokalpolitik, regional und überregional bestens vernetzt und sehr umtriebig. Allerdings ist es in den letzen Jahren eher still um den Verein geworden – die Webseite existiert nicht mehr, die Facebook-Posts versickerten nach und nach und enden im Jahr 2022.

Beziehung zum Islamischen Zentrum Hamburg
Dies wird wohl auch dem Umstand geschuldet sein, dass sowohl der ‚Kulturverein Imam Hossein‘ und die dazugehörige Moschee als auch die ‚Wiesbadener Akademie für Integration‘ und Nazirizadeh als Person in die Kritik geraten sind: Grund hierfür waren unter anderem Verbindungen zum seit Langem umstrittenen ‚Islamischen Zentrum Hamburg‘ (IZH), sowie Nazirizadehs Wirtschaftslobbyismus für Geschäfte mit Iran. Das ‘Islamische Zentrum Hamburg’ (IZH), Träger der Imam-Ali-Moschee Hamburg, welche Teil der IGS war, wurde vom Verfassungsschutz als extremistische Organisation eingestuft, die die Interessen und antisemitischen Ideologien des iranischen Regimes in der Bundesrepublik vertrete, und
wurde schließlich im Juli 2024 verboten, ebenso wie der dem Hamburger Zentrum nahestehende Verein ‘Zentrum der Islamischen Kultur Frankfurt’, welcher der Träger der Imam Ali Moschee in Frankfurt Rödelheim war9. Das ‘Islamische Zentrum Hamburg’ sei, so die Beschreibung des Bundesamtes für Verfassungsschutz, unter den “Organisationen regierungstreuer Iraner, mit deren Hilfe der Iran versucht, Einfluss auf die hier lebenden Schiiten unterschiedlicher Nationalität zu nehmen, (…) das größte und einflussreichste” und der Leiter des Zentrums sei “der Vertreter des ‘Revolutionsführers’ der Islamischen Republik Iran in Deutschland”10.

Nazirizadeh trat auch in politischen Kontexten öffentlich und medial als Vertreter und Vorstandsmitglied der IGS auf11 und hat keine Berührungsängste mit Vertretern des iranischen Regimes. Darauf explizit und in kritischer Absicht hinzuweisen, ist ihm dann aber doch ein Dorn im Auge: Nachdem Kazem Moussavi — Sprecher der oppositionellen Green Party of Iran, Exil-Iraner und Kritiker des Mullah- Regimes — eine Recherche zu Nazirizadeh veröffentlichte , wurde er 2018 von ihm verklagt12.

Aussagekräftig ist hierbei auch Nazirizadehs Wahl seines rechtlichen Vertreters: Laut Moussavi war dies der Münchner Anwalt Michael Hubertus von Sprenger. Dieser hatte zuvor bereits eine beeindruckende Auswahl an unangenehmsten Klienten vor Gericht vertreten: Er hat u.a. „den türkischen Präsidenten Erdogan gegen Jan Böhmermann, Jürgen Elsässer gegen Jutta Ditfurth, Milli Görus und den Holocaustleugner David Irving verteidigt.“13.

Zu dem Vorwurf der Rufschädigung äußerte sich Moussavi in seinem Offenen Brief pointiert:: „Herr Nazirizadeh bestreitet, dass er mit dem ‚umstrittenen IZH‘ [Anm.: ‘Islamisches Zentrum Hamburg’] zusammenarbeitet. Während er sich willig mit Personen […], die zum menschenverachtenden Herrschaftsapparat im Iran gehören, fotografieren lässt und zudem nicht gegen die Veröffentlichungen der Bilder öffentlich Einspruch erhoben hat. So steht nun die Frage im Raum, ob ich seinem Ruf überhaupt schaden kann.“14.

An der Solidaritätsbekundung einzelner Politiker:innen und Organisationen mit Karem Moussavi gegen Nazirizadehs Klagen zeigte sich auch, wie Andreas Benl in der Jungle World schrieb, ein “Konflikt in der deutschen Parteienlandschaft: Kevin Kühnert, der Bundesvorsitzende der Jungsozialisten, unterstützt[e] den Appell” zur Solidarität mit Moussavi und “stellt[e] sich damit offen gegen die Partner Nazirizadehs aus der SPD-Parteispitze.” Solidarisch mit Moussavi zeigten sich auch “Jungsozialistische und grüne
Regional- und Studentenverbände sowie Studentenvertretungen”, “die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung, Anetta Kahane”, “Ali Ertan Toprak, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände”, sowie “die Gründerin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, Seyran Ateş”15.

Moussavis Recherche zeigte unter anderem Nazirizadehs Verbindung zu Mahmood Khalilzadeh16: einem iranischen Imam und Leiter des im Juli 2024 als Unterorganisation des ‘Islamischen Zentrums Hamburg’ verbotenen ‘Zentrums der Islamischen Kultur e.V.’17 in Frankfurt am Main. Khalilzadeh war außerdem bis 2020 Vorsitzender der ‘Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands’ (IGS). Nazirizadeh trat gemeinsam mit ihm öffentlich und medial auf18.

Moussavis Recherchen zeigen zudem unter anderem ein Foto, auf dem Nazirizadeh im „Islamischen Kulturverein Imam Hossein e.V. in Wiesbaden“ neben Hamidreza Torabi steht. Torabi war, laut Verfassungsschutzbericht des Landesverfassungsschutzes Hamburg von 2017, “ein hochrangiger Funktionär aus dem IZH-Umfeld – bei dem es sich auch um den Direktor der IZH-Nebenorganisation ‘Islamische Akademie Deutschland’ (IAD) handele”19. Torabi war Sprecher des „Islamischen Zentrum Hamburg“ (IZH), und nahm 2017 und 2018 am Quds-Marsch in Berlin teil20.

Dawood Nazirizadeh bemüht sich in gewisser Weise, sich medial von allzu offensichtlich islamistischen oder antisemitischen Äußerungen abzugrenzen – was ihm aber nur leidlich als oberflächliches Lippenbekenntnis bis gar nicht gelingt. Anschaulich wird dies durch einen Bericht von 2016 in der taz über die Debatte um das ‘Islamische Zentrum’ in Hamburg, weil aus der dazugehörigen schiitischen Gemeinde “zur alljährlichen antiisraelischen Al Quds Demonstration aufgerufen werde.“21.

In seiner Funktion als “Vorstandmitglied im Dachverband der ‚Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands‘ (IGS)“ sagte er im Gespräch mit der taz, “Der Staat dürfe sich nicht in die internen Angelegenheiten einer Religionsgemeinschaft einmischen.”22. Und: “Kritik an Menschenrechtsverletzungen seitens Israels dürften nicht als Antisemitismus gewertet werden.”23. “‚Wir leugnen nicht,’” so wird Nazirizadeh zitiert, “’dass es Antisemitismus in Deutschland – auch unter deutschen Muslimen – gibt […]. Wir sind klar gegen Antisemitismus und gehen dagegen vor.‘ Die Al-Quds-Demonstration jedoch werde weder vom IZH organisiert noch von der IGS. Er beruft sich auf die Meinungsfreiheit”24. Auch die Teilnahme wichtiger IGS-Funktionäre und Vorstandsmitglieder am Qds-Marsch in Berlin waren ihm zufolge lediglich individuelle Meinungsäußerungen, für die nicht der IGS-Dachverband oder der Vorstand als Ganzer Verantwortung zu übernehmen hätten. Und weiter heißt es in dem taz-Bericht: „[O]b etwa ein Holocaust-Karikaturen-Wettbewerb darunter [also: unter den Begriff des
Antisemitismus] fällt, wie er auch in diesem Jahr wieder im Iran stattfand – dazu wollte Nazirizadeh sich nicht öffentlich äußern.“25.

Auch Hamidreza Torabi versuchte sich in einem Interview mit der taz 2017 aus der Verantwortung für sein Auftreten auf dem Al-Quds-Marsch in Berlin zu ziehen und gleichzeitig das iranische Regime extrem zu verharmlosen: “Meines Wissens nach kommen bei dieser Veranstaltung Menschen zusammen, um einzutreten für die Würde und Rechte der Entrechteten, der Frauen und Kinder, die in Palästina leben. Sie nehmen das auch als ihre religiöse Pflicht wahr.“26. In der bundesrepublikanischen Politiklandschaft kamen sie mit derartigem ausweichend-verharmlosenden leeren Gesten und der Eigenreklame als selbsternannte Integrationskräfte lange wunderbar an und waren bestens vernetzt So wurden beide gemeinsam 2018 vom damaligen Bundespräsidenten Steinmeier auf Schloss Bellevue eingeladen27.

3.) IGS, IRH und “Palästina-Solidarität”
Die schiitische Imam Hossein Moschee Wiesbaden, die 2011 gegründet wurde, ist IGS Mitglied sowie Mitglied der „Islamischen Religionsgemeinschaften Hessen“ (kurz: IRH). Hier findet sich eine beunruhigende Verbindung zu aktuellen, antiisraelischen, und antisemitischen Bündnissen der vermeintlichen ‚Palästina-Solidarität‘ seit dem 7. Oktober 2023, in der auch linke Gruppen und Strukturen stark involviert sind. Die IRH hat seit November 2023 immer wieder Kundgebungen in Hessen organisiert28. In Wiesbaden wurden etwa am 04.11.202329 und am 16.11.202430 Demonstrationen von der IRH angemeldet. Die Kundgebung „Gaza is not for sale“ vor dem Amerikanischen Konsulat in Frankfurt wurde von der IRH, ‘Free Palestine Mainz’ und ‘Free Palestine Wiesbaden’ organisiert. Auf Bildern von den Kundgebungen sind Schilder mit Gleichsetzungen des Holocaust mit der aktuellen
Kriegsssituation in Gaza zu sehen. Israel wird Völkermord vorgeworfen, das Massaker der Hamas wird überhaupt nicht erwähnt oder relativiert. Auch auf der Homepage der IRH finden sich zahlreiche einseitige Stellungnahmen zu dem Konflikt31.

Eine besonders aktive Person der ‘Free Palestine’- Bewegung im Rhein-Main-Gebiet ist Hani
Karimian. Er trat bei vielen dieser Veranstaltungen als Redner auf32. Zudem ist er laut eigenen Angaben auf seinem Instagram-Account „stellvertretender Bundesvorsitzender der „diejungengerechten“- Jugendorganisation der Gerechtigkeitspartei–Team Todenhöfer) ”. Zur Erinnerung: Todenhöfer hatte schon 2016 von Gaza als dem “weltweit größten Konzentrationslager”33 gesprochen. Außerdem scheint es Verbindungen von Karimian zur IGS zugeben. Er organisierte eine Protestkundgebung gegen die Schließung der Rödelheimer Moschee und hatte außerdem 2024 ebenfalls den Versuch unternommen,
gegen Kazem Moussavi eine Unterlassensklage durchzusetzen. Darin war er jedoch vor dem Landgericht Frankfurt gescheitert34. Moussavi stellt auch einen vermuteten Bezug von Karimian zu Nazirizadeh heraus35.

4.) Dawood Nazirizadeh: Politische Vernetzung und (Social) Media Strategien
Dawood Nazirizadeh war besonders erpicht darauf, sich selbst und die Wiesbadener Akademie Integration als progressive und integrative Kraft darzustellen. Nicht nur war Nazirizadeh, nach offiziellem Stand aus dem Jahr 2018, Mitglied der SPD und ‘Islam-Experte’36 der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung; so saß er ironischerweise etwa 2015 als IGS-Vorstandsmitglied gemeinsam mit Burkhard Freier, dem damaligen Leiter des nordrheinwestfälischen Verfassungsschutzes, auf einem Podium zu “Möglichkeiten der Radikalisierungsprävention” bei der Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem Titel “Handlungsmöglichkeiten gegenüber islamistischem Extremismus und Islamfeindlichkeit”37. Sondern er spielte sich z. B. auch als demokratischer Player im „Wiesbadener Bündnis für Demokratie und Vielfalt“ auf. Auch die Akademie teilt auf Social Media fleißig Posts dieses Bündnisses und postet kontinuierlich Inhalte ‚ gegen Rechts’ wie z.B. für die Internationale Woche gegen Rassismus, aber auch zuletzt einen Demonstrationsaufruf von der Friedensbewegung “Stoppt den Krieg”. Dieses öffentliche Auftreten und eine derartige Social-Media-Strategie, nicht direkt und ungebrochen die Ideologie des iranischen Regimes zu verbreiten, um genau damit die Interessen des iranischen Regimes zu vertreten und zu finanzieren, ging allzu lange auf. Auf den ersten Blick wollen sie progressiv und demokratisch erscheinen; aber dennoch sind sie alles andere als bemüht darum, die Verbindungen nach Teheran zu verstecken. Ein Beispiel für die Aktivitäten der ‘Wiesbadener Akademie für Integration’ ist die – auch durch Demokratieprogramme38 (namentlich, laut des Facebookposts der Akademie: von ‘Demokratie leben’; dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; und dem Fonds für die Innere Sicherheit der Europäischen Union geförderte) Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahme: die “Muslimische Medienakademie“39. Noch 2019 hat die „Muslimische Medienakademie“, welche bundesweit, auch hier in Frankfurt, aktiv war, mehrere Projekttage im Rahmen des Projekts „Extrem Engagiert! (sic) Kompetenzprogramm junger Muslime“ veranstaltet. Auf Facebook bewarb die
Medienakademie einen vom‘ Islamischen Zentrum Frankfurt’ veranstalteten Workshop zum
Thema: „konstruktive Interaktion von Muslimen in sozialen Netzwerken“ „in deutscher und
persischer Sprache“, der am 13.01.2018 im ‘Islamischen Kulturzentrum Frankfurt’ stattfand,
sowie 2019 einen Schreibworkshop in der Raumstation Rödelheim40.
Es ist zu vermuten, dass solche Veranstaltungen auch darauf ausgerichtet sind, die hier beschriebenen Strategien öffentlichen Auftretens und medialen Appeasements im Interesse der Islamischen Republik Iran an die jüngere Generation weiterzuvermitteln. Es ist auch Aufgabe von progressiven und linken Kräften, sich mit diesen kritisch auseinanderzusetzen und ihnen entgegenzutreten, anstatt ihnen in die Karten zu spielen — ob aus Unwissen heraus oder, schlimmer noch, aus ideologischen Übereinstimmungen wie dem Hass auf Israel.

5.) Nazirizadehs Wirtschafts- und politischer Lobbyismus:
Auch nachdem Nazirizadeh sich aufgrund seiner aufgedeckten Verbindungen zu islamistischen Akteuren und dem öffentlichen Druck aus einigen Organisationen zurückziehen musste — so etwa aus dem IGS-Vorstand und der Wiesbadener Imam-Hossein-Moschee —, wird auf seiner Homepage weiterhin seine Eigendarstellung als weltoffener, progressiver Muslim, der sich ehrenamtlich „sozial und gesellschaftspolitisch“ für Integration und gegen Rassismus engagiere, verbreitet41. Zudem suchte und erschuf er sich, wie eingangs erwähnt, neue Vereinsstrukturen, deren Namen vielleicht noch nicht ‘verbrannt sind, an neuen Standorten und mit neuen Partnern, die aber inhaltlich und strategisch in eine
ganz ähnliche Kerbe schlagen.

Parallel dazu ist auf der Webseite Nazirizadehs Eigenwerbung für seine Tätigkeit als „Unternehmensberater“, der „beruflich in Deutschland und Iran aktiv“ sei sowie „in seiner islamischen Gemeinde“ und im IGS tätig sei. Die Unternehmensberatung hat dabei einen ganz klaren Fokus auf die Förderung deutscher Investitionen im Iran. Als selbsternannte ‘Verkörperung‘ der “Deutsch-Iranischen Wirtschaftsbrücke“, die auch ein Büro in Teheran unterhält, rühmt sich Nazirizadehs Unternehmen auf der Webseite damit, „nach jahrelange[n] Sanktionen legale Lösungen“ anbieten zu können, „die das Iran-Geschäft wieder möglich machen”42.

Wie Kazem Moussavi recherchierte, unterhält Nazirizadehs als Iran-Wirtschafts-Lobbyist „Kontakte zur staatlichen Wirtschaftsabteilung der Provinzregierung von Alborz, deren Industrie-Komplex mit Abstand das größte Industrieanlagengebiet mittelgroßer Unternehmen des gesamten Landes ist. [Er war] offizieller Vertreter des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums im Iran und organisiert[e][…] wirtschaftliche und politische und interreligiöse Delegationsreisen nach Iran.“43 — so etwa bereits “im September 2016 […] die Iran-Reise des hessischen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir (Die Grünen) mit einer 40-köpfigen Unternehmer-Delegation.“44.

Ebenfalls organisierte er 2018 eine Reise nach Iran mit „Ministerialdirigent Joe Weingarten (SPD), Leiter der Abteilung Innovation, Technologie und Digitalisierung im Wirtschaftsministerium Rheinla[n]d-Pfalz [sic]“ und „einer 12-köpfigen Geschäftsdelegation“, u.a. um privatwirtschaftliche Deals zwischen Rheinland-Pfalz und dem Iran vorzubereiten. Weingarten hatte „bereits 2017 Teheran, Alborz und Täbriz besucht.“ Die Reise wurde Moussavi zufolge „außerdem von dem Frankfurter Rechtsanwalt Ünal Kaymakci (Vorstandsmitglied der IGS, Leiter des iranischen Vereins der Hazrat Fatima Moschee
e.V. und Geschäftspartner Nazirizadehs für die Organisation der deutschen Geschäfte mit dem Iran)
begleitet.“45. Außerdem seien derartige Reisen ein Schlag ins Gesicht der iranischen Opposition “wie auch für die Opfer der terroristischen iranischen

Expansionspolitik”; derartige Delegationen, so Moussavi, “verschließen ihre Augen ostentativ vor der Frauenunterdrückung […] sowie vor der willkürlichen Verhaftung und der Ermordung von Demonstrant[:]Innen in den Mullah-Gefängnissen.” Die Reise sei, so Moussavi, insbesondere 2018 angesichts „der brutalen Vorgehen des Regimes auf die Regime-Change Demonstrationen ein Schlag ins Gesicht der Iraner, die unter der Mullah-Diktatur im Land leiden wie auch für die Opfer der terroristischen iranischen Expansionspolitik im Jemen, im Irak und in Syrien“ gewesen: „Weingarten und seine Delegation verschließen ihre Augen ostentativ vor der Frauenunterdrückung und den jüngsten iranischen Demonstrationen für Menschenrechte und Freiheit sowie vor der willkürlichen Verhaftung und der Ermordung von DemonstrantInnen in den Mullah-Gefängnissen. Bei den Protesten sind bis dato über 50 Tote und 8000 Festnahmen zu beklagen.“46.

Schluss
Obwohl also die islamischen Verbindungen der IGS spätestens seit dem IZH-Verbot hinlänglich
bekannt sind, haben vermeintlich progressive und linke Gruppen immer noch nicht daraus gelernt.
Gerade unter dem gemeinsamen Banner des Israelhasses finden sie sich weiterhin mit IGS-Organisationen
zusammen.

Für uns ist klar: Der Al-Quds-Tag ist kein Ausdruck legitimer Kritik an israelischer Politik – er ist
ein politisch inszenierter Aktionstag, der in Frankfurt und anderswo dazu genutzt wird,
antisemitische Narrative zu verbreiten und Hass auf Israel zu schüren.

Antisemitismus – in welcher Form auch immer – darf auch nicht unter dem Deckmantel von
Religion oder Kultur legitimiert werden.

Die Menschen im Iran leiden unter Repression, Gewalt und religiösem Fanatismus. Sie
kämpfen mutig für Freiheit, Gleichberechtigung und ein Leben in Würde – oft unter Einsatz
ihres Lebens. Auch viele Exil-Iranerinnen und -Iraner hier bei uns stellen sich klar gegen das
Regime und seine Ideologie. Ihr Protest verdient Gehör, nicht die Propaganda derer, die für
das Leid verantwortlich sind.

Wir stehen hier heute all jene, die sich gegen die antisemitische, frauenfeindliche und
homophpbe Ideologie der ‘Islamischen Revolution’ stellen – ob in Frankfurt, in Teheran oder
im Exil. Für eine Gesellschaft, in der niemand Angst haben muss.

  1. vgl. hierzu die ausführliche Recherche vom Mideast Freedom Forum / Emil Mink:
    https://www.mideastfreedomforum.org/veroeffentlichungen/broschueren/quds-tag-infrankfurt ↩︎
  2. Vgl. hierzu und zu den folgenden Darstellungen insb. die Recherchen von Kazem Moussavi (von ca. 2017/18?): https://iraniansforum.com/eu/die-wiesbadener-integrations-akademie-und-ihreverbindungenzu-den-iranischen-organisatoren-des-antisemitischen-al-quds-tages/
    und https://hpd.de/artikel/offener-brief-wegen-klagewelle-gegeniranischenoppositionellendeutschland-15972 ↩︎
  3. https://www.northdata.de/Nazirizadeh,%20Dawood,%20Wiesbaden/7z1 ↩︎
  4. Vereinsregister des Amtsgerichts Wiesbaden, Stand 14.03.2025; danach abgelöst von NoorullahEsmaty, Taunusstein; Verein bis heute aktiv eingetragen ↩︎
  5. vgl. etwa 2016 im Interview mit der taz: https://taz.de/!5353935/ ↩︎
  6. vgl. https://iraniansforum.com/eu/die-wiesbadener-integrations-akademie-und-ihre-verbindungenzu- deniranischen-organisatoren-des-antisemitischen-al-quds-tages/ sowie
    https://islamischezeitung.de/fluechtlingshilfe-gegruendet/ ↩︎
  7. vgl. BfV2021, S. 327ff., sowie Bundesdrucksache 19/32565, S. 4. ↩︎
  8. Vereinsregister des Amtsgerichts Wiesbaden, Stand 14.03.2025 ↩︎
  9. vgl. z.B. https://www.fr.de/frankfurt/protest-gegen-moschee-schliessung-in-frankfurt-93209772.html;
    https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/verbot-islamischeszentrum-hamburg-100.html ) ↩︎
  10. 10chromeextension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://dserver.bundestag.de/btd/19/041/1904118.pdf sowie: Verfassungsschutzbericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz 2017
    www.verfassungsschutz.de/de/download-manager/_vsbericht-2017.pdf S. 173, 213 ↩︎
  11. vgl. etwa 2016 im Interview mit der taz: https://taz.de/!5353935/ ↩︎
  12. vgl.: Offener Brief von Kazem Moussavi vom 19.09.2018: https://hpd.de/artikel/offener-brief-wegenklagewelle-gegen-iranischenoppositionellen-deutschland-15972; vgl.
    https://jungle.world/artikel/2018/36/opposition-vor-gericht ↩︎
  13. vgl. https://hpd.de/artikel/offener-brief-wegen-klagewelle-gegen-iranischenoppositionellen-deutschland-15972 ↩︎
  14. Explizit nennt Moussavi hier folgende Beispiele: “Hamidreza Torabi (IAD) [Anm.: ‘Islamische Akademie Deutschland’], Reza Ramazani (IZH) [Anm.: ‘Islamisches Zentrum Hamburg’], Alireza Erafi (Qomer Al-Mustafa-Chef), Abdollhassan Nawab (Qomer URD-Chef) Ali ,Majedi (iranischer Botschafter in Berlin) und Mahmood Khalikzadeh (IGS-Chef)”; vgl.: https://hpd.de/artikel/offener-brief-wegen-klagewelle-gegen-iranischenoppositionellen-deutschland-15972 ↩︎
  15. https://jungle.world/artikel/2018/36/opposition-vor-gericht ↩︎
  16. https://jungle.world/artikel/2023/12/diemullahs-roedelheim ↩︎
  17. https://www.fr.de/frankfurt/zentrum-der-islamischen-kultur-in-frankfurt-geschlossen-93204925.html ↩︎
  18. vgl. etwa https://jungle.world/artikel/2018/36/opposition-vor-gericht ↩︎
  19. Antwort der Bundesregierung vom 15.10.2018 auf eine Kleine Anfrage, siehe Drucksache 19/4118; sowie: Verfassungsschutzbericht des Landesverfassungsschutz Hamburg 2017; vgl. weiter zu dem Thema auch Kazem Moussavis Gastbeitrag in der ‘Jungle World’ von 2017: https://jungle.world/blog/von-tunis-nachteheran/2017/06/der-antisemitismus-des-iran-und-die-organisationsstrukturen-der ↩︎
  20. vgl. https://reportantisemitism.de/en/analysis/; sowie wiederum die Antwort der Bundesregierung vom 15.10.2018 auf eine Kleine Anfrage, siehe Drucksache 19/4118 — vgl.
    chromeextension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://dserver.bundestag.de/btd/19/047/1904759.pdf; sowie der Verfassungsschutzbericht des Landesverfassungsschutz Hamburg 2017:
    www.hamburg.de/contentblob/11448332/84f9b65101ac5fdff6fa7e0297377cc4/data/vsb-2017-
    pressefassung.pdf ↩︎
  21. https://taz.de/!5353935/ ↩︎
  22. https://taz.de/!5353935/ ↩︎
  23. https://taz.de/!5353935/ ↩︎
  24. https://taz.de/!5353935/ ↩︎
  25. Interview der taz mit Nazirizadeh 2016: https://taz.de/!5353935/ ↩︎
  26. Er sagte wörtlich: „ Aus diesem Grund habe ich als Individuum an der Demonstration teilgenommen – als Mensch und als Theologe, der sich gegenüber seinem Schöpfer verpflichtet fühlt, gegen Unrecht seine Stimme zu erheben.“ (https://taz.de/Interview-mit-Hamidreza-Torabi/!5417485/) ↩︎
  27. vgl. https://iraniansforum.com/eu/bundesprasident-steinmeier-hofiertorganisatoren- des-antisemitischenberliner-al-quds-marsches/ sowie etwa https://www.welt.de/politik/deutschland/article175967172/Islamverband-IGS-Steinmeier-irritiert-mit-
    Einladung-nach-Bellevue.html ↩︎
  28. http://irh-info.de/ ↩︎
  29. http://www.irh-info.de/nachrichten/mitteilungen/2024/1116-Kundgebung_Wiesbaden/Flyer_Gaza_Demo_16112024_Wiesbaden.jpg ↩︎
  30. https://www.fr.de/rhein-main/landespolitik/hessen-islamischer-dachverband-ruft-inwiesbaden-zurkundgebung-gegen-israel-auf-92649177.html ↩︎
  31. http://www.irh-info.de/ ↩︎
  32. vgl. https://www.instagram.com/hani60431/tagged/?hl=de ↩︎
  33. https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/photos/liebe-freunde-wir-sind-in-gaza-um-weitere-50000-meines-honorars-aus-inside-is-zu/10153559628435838/ ↩︎
  34. vgl. https://www.ruhrbarone.de/unterlassungsklage-von-regimenahem-iraner-in-frankfurtabgewiesen/239323/ sowie https://jungle.world/blog/von-tunis-nach-teheran/2024/11/unterlassungsklagevon-regimenahem-iranerfrankfurt-abgewiesen ↩︎
  35. vgl. https://jungle.world/blog/von-tunis-nach-teheran/2024/11/unterlassungsklage-von-regimenahemiranerfrankfurt-abgewiesen ↩︎
  36. vgl. https://hpd.de/artikel/offener-brief-wegen-klagewelle-gegen-iranischenoppositionellen-deutschland-15972 ↩︎
  37. https://www.fes.de/veranstaltung-handlungsmoeglichkeiten-gegenueber-islamistischem-extremismusundislamfeindlichkeit ↩︎
  38. Namentlich, laut des Facebookposts vom 23.03.2019, war die Muslimische Medienakademie ein Projekt der IGS, das von ‘Demokratie leben’; dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und dem Fonds für die Innere Sicherheit der Europäischen Union kofinanziert wurde. ↩︎
  39. Laut Moussavi sei diese ein gemeinsames Projekt der Wiesbadener Akademie für Integration und des „ Shia Networks “Das Shia Network ist eine Informationsseite, die sich an schiitische Muslime richtet und religiöse sowie politische Inhalte bereitstellt. Die ‘Muslimische Medienakademie’ wollte nach eigener Darstellung das “Online Marketing zur Stärkung der Stimme des Islams der Vernunft” vermitteln und “mehr Kunst in der Religion fördern”. Das Motto des Projekts: “Salafisten und PEGIDA dürfen sich warm anziehen! Muslime aus der Mitte der Gesellschaft schulen sich, um die Bühne von den Extremisten zurück zu erobern.” (Facebook-Post der IGS Deutschland vom 25.03.2017) ↩︎
  40. Vgl. FB-Posts der Medienakademie. Vom 17.03.2019. Die Website der Medienakademie ist aktuell nicht mehr aufrufbar, die FB-Posts enden ca. 2019. Im Rahmen der „Muslimischen Medienakademie“ wurde von der IGS 2017 u.a. als Referent und „Experte(n)“ für „alle Grundlagen des Online Marketing“ Andreas Rolle eingeladen, (vgl. FB-Post der IGS Deutschland Seite vom 25.03.2017, der das o. g. Motto „Salafisten und PEGIDA dürfen sich warm anziehen!“ etc. im Post als Beschreibung nennt.). Andreas Rolle, der laut eigener Angabe „Gründer und Chefredakteur der größten Wiesbadener Facebook-Gruppe ‚Lust auf Wiesbaden‘ mit mehr als 20000 Mitgliedern“ ist (vgl.https://www.nazirizadeh.de/dawoodnazirizadeh-was-mich-bewegt/), ist auch anderweitig eng mit Nazirizadeh vernetzt. ↩︎
  41. Auf Nazirizadehs Homepage wurde auch 2018 ein von Andreas Rolle mit ihm geführtes Interview online gestellt, Vgl. https://www.nazirizadeh.de/dawood-nazirizadeh-was-mich-bewegt/) ↩︎
  42. Nazirizadeh: “Auch die EU hat eine klare politik (sic) der Motivation für das Geschäft mit Iran. Daher hat sie auch die ‚Due Diligence Helpdesk on EU Sanctions for EU SMEs dealing with Iran‘ ins Leben gerufen, um europäischen Unternehmen auf ihren Weg ins Iran-Geschäft zu beraten” (https://www.nazirizadeh.de/iranberatung/) ↩︎
  43. Kazem Moussavi über Nazirizadeh: „Er unterhält laut eigenen Angaben im Tagesspiegel vom 8. September 2017 (####) Kontakte zur staatlichen Wirtschaftsabteilung der Provinzregierung von Alborz, deren Industrie-Komplex mit Abstand das größte Industrieanlagengebiet mittelgroßer Unternehmen des gesamten Landes ist. Außerdem [war] Herr Nazirizadeh offizieller Vertreter des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums im Iran und […] Vorsitzender der IGS-eigenen “Akademie für Integration” […]. Zudem organisiert er wirtschaftliche und politische und interreligiöse Delegationsreisen nach Iran.“ (https://hpd.de/artikel/offener-briefwegenklagewelle-gegen-iranischen-oppositionellen-deutschland-15972; vgl. hierzu auch den Jungle World Artikel (https://jungle.world/artikel/2018/36/opposition-vor-gericht), demzufolge zeigten sich „Führende SPD Politiker wie Olaf Scholz oder Sigmar Gabriel […] ohne Scheu öffentlich mit dem ehemaligen Leiter des IZH, Reza Ramezani, der auf seiner Instagram-Seite mit dem in Syrien getöteten iranischen Revolutionsgardengeneral Hussein Hamadani zu sehen ist“.) ↩︎
  44. https://iraniansforum.com/eu/softeis-gegen-menschenrechte/ ↩︎
  45. https://iraniansforum.com/eu/softeis-gegen-menschenrechte/; vgl. auch https://jungle.world/blog/vontunisnach-teheran/2018/03/softeis-gegen-menschenrechte) ↩︎
  46. https://iraniansforum.com ↩︎