„The Truth lies in Rostock“
Rechter Terror der 90er und seine Bedeutung für die Gegenwart

05.12., 19 Uhr in der Kulturkneipe Sabot

Der Dokumentarfilm „The Truth lies in Rostock“ (Die Wahrheit liegt/lügt in Rostock) behandelt die rassistischen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen vom 22. bis 26. August 1992, welche sich dieses Jahr zum 25. Mal jährten. Er zeigt auf, wie es durch eine Mischung aus neonazistischen Aktivitäten, politischem Versagen und gesellschaftlichem Rassismus zu den Angriffen auf die Bewohner*innen der „Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber“ und eines Wohnhauses ehemaliger Vertragsarbeiter*innen aus Vietnam kam. Gezeichnet wird insgesamt das Bild einer gesellschaftlichen Konstellation Anfang der 90er Jahre, in welcher neonazistische Gruppen und Akteur*innen Aufwind erfahren konnten und aus der rechtsterroristische Strukturen erwachsen sind. Nicht selten wurde und wird eine solche Entwicklung auch mit Blick auf den derzeitigen gesellschaftlichen Rechtsruck befürchtet und es werden Parallelen zu den 90ern gezogen. Unter anderem hierüber möchten wir im Anschluss an den Film gerne mit Euch diskutieren.

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Themenreihe „‚Taten statt Worte‘ – Rechter Terror in Deutschland“. Diese wird in den nächsten Monaten das Phänomen Rechtsterrorismus, den NSU-Komplex und militanten Neonazismus aus verschiedenen Perspektiven beleuchten sowie Raum zur Diskussion geben.