Leben im Untergrund – Adolfsallee

Paul Krüger war zunächst 1919 in USPD, Gewerkschaft und die Naturfreunde eingetreten, dann 1927 in die KPD. Er organisierte 1932 als revolutionärer Gewerkschafter antifaschistische Ausschüsse in Betrieben. Dafür wurde er dann direkt nach der Machtübernahme in Gefangenschaft genommen, kam aber Ende 1933 aus dem Gefängnis frei und tauchte unter.

Er schrieb tagsüber im Verborgenen Artikel für die Betriebszeitschrift “Der Scheinwerfer”. Abends traf er sich dann mit einer Komplizin in der Adolfsallee.

Um keinen Verdacht zu erregen, bedienten sich die beiden einer List: Eng umschlungen wie ein Liebespaar ließen sich die beiden auf einer Parkbank nieder. Doch anstatt ihr Zärtlichkeiten ins Ohr zu flüstern, diktierte er der Stenographin seine Zeitschriftentexte.

(Ruckes, Falk, „Axel Ulrich vom Stadtarchiv erinnert an Widerstand der Gewerkschaften im Dritten Reich – Wiesbadener Kurier“)

Im Sommer 1935 wurde er erneut verhaftet und kam in das KZ Esterwegen und dann ins KZ Sachsenhausen. Er wurde 1938 wieder entlassen.

Quellen:

  • Ruckes, Falk. „Axel Ulrich vom Stadtarchiv erinnert an Widerstand der Gewerkschaften im Dritten Reich“, 6. Februar 2014. http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/axel-ulrich-vom-stadtarchiv-erinnert-an-widerstand-der-gewerkschaften-im-dritten-reich_13848447.htm.
  • Ulrich, Axel. „Stadtlexikon Wiesbaden: Krüger, Paul“. Zugegriffen 14. August 2015. http://www.wiesbaden.de/microsite/stadtlexikon/a-z/Krueger__Paul.php.


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