{"id":31,"date":"2016-07-16T17:02:54","date_gmt":"2016-07-16T15:02:54","guid":{"rendered":"http:\/\/rundgang.ki-wi.mobi\/?page_id=31"},"modified":"2021-05-02T16:43:44","modified_gmt":"2021-05-02T14:43:44","slug":"3_2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ki-wi.website\/stadtrundgang\/rundgang\/3_2\/","title":{"rendered":"Leben im Untergrund, Paul Kr\u00fcger &#8211; Adolfsallee"},"content":{"rendered":"\n<p>In Wiesbaden gab es auch Widerstandsgruppen mit verschiedenen politischen Hintergr\u00fcnden. Ein Beispiel f\u00fcr die kommunistische Widerstandsbewegung ist Paul Kr\u00fcger:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"219\" height=\"292\" src=\"http:\/\/ki-wi.website\/stadtrundgang\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/05\/Paul-Krueger.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4960\"\/><figcaption><em>Portrait von Paul Kr\u00fcger.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Paul Kr\u00fcger war zun\u00e4chst 1919 in die USPD, die Gewerkschaft und die \u201eNaturfreunde\u201c eingetreten, dann 1927 in die KPD. Er organisierte 1932 als revolution\u00e4rer Gewerkschafter antifaschistische Aussch\u00fcsse in Betrieben. Daf\u00fcr wurde er dann direkt nach der Macht\u00fcbernahme in Gefangenschaft genommen, kam aber Ende 1933 aus dem Gef\u00e4ngnis frei und tauchte unter.<\/p>\n\n\n\n<p>Er schrieb tags\u00fcber im Verborgenen Artikel f\u00fcr die gewerkschaftliche Betriebszeitschrift \u201eDer Scheinwerfer\u201c. Abends traf er sich dann mit einer Komplizin hier in der Adolfsallee.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Um keinen Verdacht zu erregen, bedienten sich die beiden einer List: Eng umschlungen wie ein Liebespaar lie\u00dfen sich die beiden auf einer Parkbank nieder. Doch anstatt ihr Z\u00e4rtlichkeiten ins Ohr zu fl\u00fcstern, diktierte er der Stenographin seine Zeitschriftentexte.<\/p><cite>Ruckes, Falk, \u201eAxel Ulrich vom Stadtarchiv erinnert an Widerstand der Gewerkschaften im Dritten Reich &#8211; Wiesbadener Kurier\u201c<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Im Sommer 1935 wurde Paul Kr\u00fcger erneut verhaftet und in das KZ Esterwegen und sp\u00e4ter ins KZ Sachsenhausen deportiert. Er wurde 1938 wieder entlassen, musste sich aber t\u00e4glich bei der Gestapo melden. Auch nach Kriegsende war Paul Kr\u00fcger ma\u00dfgeblich an der Reorgansiation der Gewerkschaften und der KPD beteiligt, f\u00fcr die er seit 1946 im Hessischen Landtag sa\u00df. Zudem war er Teil diverser Gremien, die den Neuaufbau einer demokratischen Struktur und Verfassung zur Aufgabe hatten. Paul Kr\u00fcger war auch Mitbegr\u00fcnder der \u201eVereinigung der Verfolgten des Naziregimes\u201c. Er verstarb am 16. Dezember 1990.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr Widerstand, der eher aus dem sozialdemokratischen und liberalen Lager stammte, ist das <a href=\"http:\/\/ki-wi.website\/stadtrundgang\/rundgang\/1_3\/\">Untergrund-Netzwerk \u201eDie Kette\u201c<\/a>. Ein zentraler Ort f\u00fcr diese Gruppe war die auch heute noch existierende Buchhandlung von Dr. Otto Vaternahm, die sich \u201eAn den Quellen 10\u201c in der Innenstadt befindet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Audioerkl\u00e4rung zur Stadtrundgangsstation &#8222;Leben im Untergrund, Paul Kr\u00fcger&#8220;: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"http:\/\/ki-wi.website\/stadtrundgang\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2019\/11\/6._Leben_im_untergrund_Paul_Kruger_final.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p>Quellen:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Ruckes, Falk. \u201eAxel Ulrich vom Stadtarchiv erinnert an Widerstand der Gewerkschaften im Dritten Reich\u201c, 6. Februar 2014. http:\/\/www.wiesbadener-kurier.de\/lokales\/wiesbaden\/nachrichten-wiesbaden\/axel-ulrich-vom-stadtarchiv-erinnert-an-widerstand-der-gewerkschaften-im-dritten-reich_13848447.htm.<\/li><li>Ulrich, Axel. \u201eStadtlexikon Wiesbaden: Kr\u00fcger, Paul\u201c. Zugegriffen 14. August 2015. http:\/\/www.wiesbaden.de\/microsite\/stadtlexikon\/a-z\/Krueger__Paul.php<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Wiesbaden gab es auch Widerstandsgruppen mit verschiedenen politischen Hintergr\u00fcnden. Ein Beispiel f\u00fcr die kommunistische Widerstandsbewegung ist Paul Kr\u00fcger: Paul Kr\u00fcger war zun\u00e4chst 1919 in die USPD, die Gewerkschaft und die \u201eNaturfreunde\u201c eingetreten, dann 1927 in die KPD. Er organisierte 1932 als revolution\u00e4rer Gewerkschafter antifaschistische Aussch\u00fcsse in Betrieben. 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