{"id":27,"date":"2016-07-16T16:52:46","date_gmt":"2016-07-16T14:52:46","guid":{"rendered":"http:\/\/rundgang.ki-wi.mobi\/?page_id=27"},"modified":"2021-05-02T18:57:33","modified_gmt":"2021-05-02T16:57:33","slug":"2_3","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ki-wi.website\/stadtrundgang\/rundgang\/2_3\/","title":{"rendered":"Dienststellen von SS und Gestapo &#8211; Paulinenstr. 7-11"},"content":{"rendered":"\n<p>Im luxuri\u00f6sen Villenviertel in der Paulinenstra\u00dfe befanden sich verschiedene Teile des repressiven Apparates der Nazis:<\/p>\n\n\n\n<p>Haus Nr. 7 beherbergte verschiedene Milit\u00e4rdienststellen. Im Haus Nr. 9 war der Sitz der Gestapo (der \u201eGeheimen Staatspolizei\u201c) untergebracht. Hierbei handelte es sich um eine Au\u00dfenstelle der Gestapo Frankfurt. Deren Hauptaufgabe war die Verfolgung politischer Gegner:innen, die auch dort verh\u00f6rt und gefoltert wurden. Das Haus wurde gegen Ende des 2. Weltkrieges bei einem Bombenangriff zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Haus Nr. 11 befand sich der Sicherheitsdienst der SS und deren Inspektor. F\u00fcr diese war Wiesbaden ein wichtiger Standort. Denn hier residierte ein hochrangiger SS- und Polizeif\u00fchrer, der f\u00fcr das \u00fcbergeordnete Gebiet \u201eRhein\u201c zust\u00e4ndig war, welches sp\u00e4ter noch erweitert wurde. Dieser hatte seinen Dienstsitz in der Uhlandstra\u00dfe 4 und 5. Ihm unterstanden SS, Polizei, Gestapo, Technische Nothilfe und Feuerwehr. Er selbst war direkt Heinrich Himmler unterstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem 9. November 1943 bekleidete J\u00fcrgen Stroop dieses Amt. Er hatte sich vorher durch die blutige Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto im Sommer 1943 einen Ruf gemacht. Seine H\u00e4rte und Brutalit\u00e4t sind auch f\u00fcr seinen Aufenthalt und sein Wirken in Wiesbaden belegt. So hat er zum Beispiel kriegsgefangene amerikanische Piloten hinrichten lassen. Zudem hat er in Wiesbaden das SS-Sonderlager und KZ Hinzert \u201eUnter den Eichen\u201c einrichten lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die dort internierten KZ-H\u00e4ftlinge mussten in der Stadt Zwangsarbeit leisten, unter anderem auch in Stroops Privatwohnsitz, der Villa Nerotal 46. Das Haus und Mobiliar war zuvor aus j\u00fcdischem Besitz zwangsenteignet worden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Audioerkl\u00e4rung zur Stadtrundgangsstation &#8222;Dienststellen von SS und Gestapo&#8220;:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"http:\/\/ki-wi.website\/stadtrundgang\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2019\/11\/12._Dienstellen_SS_und_Gestapo_final.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p>Quellen:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Aktives Museum Spiegelgasse. \u201eOrte der Erinnerung in Wiesbaden.\u201c Zugegriffen 14. August 2015. http:\/\/www.am-spiegelgasse.de\/willkommen-in-der-spiegelgasse\/geschichte-und-erinnerung\/historische-orte\/<\/li><li>Maul, B\u00e4rbel, und Axel Ulrich. <i>Das Wiesbadener Au\u00dfenkommano \u201eUnter den Eichen\u201c des SS-Sonderlagers\/KZ Hinzert<\/i>. 8., Aktuel. \u00dcberarb. Auflage. Wiesbaden, 2014. (Besonders S.27-31)<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im luxuri\u00f6sen Villenviertel in der Paulinenstra\u00dfe befanden sich verschiedene Teile des repressiven Apparates der Nazis: Haus Nr. 7 beherbergte verschiedene Milit\u00e4rdienststellen. Im Haus Nr. 9 war der Sitz der Gestapo (der \u201eGeheimen Staatspolizei\u201c) untergebracht. Hierbei handelte es sich um eine Au\u00dfenstelle der Gestapo Frankfurt. 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